Markus Hotz, Orientierung, Unternehmen, Leben, Gedanken

Orientierung schafft Klarheit

Ich weiss nicht, ob es Ihnen auch so geht, aber ich beobachte ein starkes Bedürfnis nach Orientierung – und zwar in allen Bereichen, in der Wirtschaft wie in der Gesellschaft. Immer wieder stelle ich fest, wie Orientierungslosigkeit zu blindem Aktivismus und „Überhitzen des Motors“ führt. So habe ich letzte Woche eine Anfrage von einer Berufsschule bekommen: Viele der Lehrpersonen laufen seit längerem am Limit. Ob da so was wie fehlende Orientierung oder Transformationsbedarf dahinter stecken könnte?

Ja, Orientierung und Klarheit sind ein grosses Thema.

In den Unternehmen ist das massiv spürbar, denn was zur Zeit passiert, ist folgendes: Die Komplexität nimmt rundherum zu und die Menschen sind immer mehr gefordert, Umsatz zu erwirtschaften. Der Umsatz gilt als die Messgrösse, nach der beurteilt wird, ob das Business funktioniert. Entsprechend sind die Zahlen das, was auf dem Radar auftaucht. Doch unter dem Radar passiert etwas noch Wichtigeres …

Unter dem Radar

Die Rahmenbedingungen ändern sich wahrscheinlich auch in Ihrem Umfeld massiv: Märkte wandeln sich, die Reizüberflutung steigt immer weiter an, das Einkaufsverhalten von grossen Firmen ändert sich. Wie oft höre ich: „Unsere Marge schwindet. Wir können die Preise nicht mehr halten.“ Ob das nun stimmt oder nicht, ob das eine Mindset-Frage ist oder nicht: Es erzeugt Druck.

Unter dem Druck machen alle mehr und schneller das, was sie schon immer gemacht haben. Doch das brennt die Leute aus, das macht sie fertig.
Das ist eine echte Herausforderung für die Unternehmen: Wie sollen sie damit umgehen? Die alten Mechanismen greifen nicht mehr, neue zeichnen sich noch nicht ab. Sie fühlen sich im Vakuum zwischen zwei Welten und können sich nur schwer orientieren. Sie spüren: „Wir müssten etwas anders machen, aber wir wissen nicht, wie.“ Das ist ein Sch…gefühl.
In dieser Situation brauchen Sie als Verantwortlicher den Mut, zu sagen: „Wir drosseln jetzt mal die Geschwindigkeit und machen uns ernsthafte Gedanken, was denn unsere Herausforderungen sind. Woher kommen sie? Welche können wir anpacken? Und welche nicht, weil es nicht in unseren Händen liegt?“

Für beide Varianten braucht es eine Anpassung des Mindsets: Sowohl hin zu den Herausforderungen, die das Unternehmen mit klarem Kopf angehen will, als auch im Umgang mit dem, was nicht zu ändern ist. Wenn Sie jetzt einwenden, dass das nichts Neues ist, gebe ich Ihnen recht. Aber wir erleben momentan einfach sehr viel Anpassungsbedarf. Und es gibt darüber hinaus eine Krux dabei.

Mehr als wir denken

Wir machen uns meist keine Gedanken, was wir verändern können und was nicht. Wir können mehr verändern, als wir denken, doch dafür müssen wir uns die Zeit nehmen, um genau hinzuschauen: Was wollen wir denn verändern? Was heisst das konkret?

Diese Klarheit brauchen wir, denn sonst können wir nicht entscheiden. Wie nötig diese Entscheidung ist und wie schwer sie gleichzeitig fällt, erlebe ich immer wieder, wenn ich mit Kunden eine Life-Design-Session mache, in der sie ihr ideales Leben entwerfen sollen. Ich erkläre die Elemente und bitte die Teilnehmer, für sich aufzuschreiben, wie ihr Leben sein sollte. Dann kommt in leicht empörtem Ton die Rückmeldung: „Das ist schwierig.“
Ich habe nicht gesagt, dass es einfach ist.

Einige Zeit später kommt dann: „Oh, da ist ja einiges aus der Balance. Da müsste ich ja an ganz grundlegenden Dingen etwas ändern.“
Das ist so. Sie müssen überlegen, welche neue Haltung, welche neuen Glaubenssätze, Sie für eine bessere Balance entwickeln müssen.
Wieder kommt der Stossseufzer: „Das ist schwierig.“
Sie können sich denken, was ich darauf antworte.

Ihr Drive

Diese Klarheit zu erlangen ist anspruchsvoll, doch ohne Klarheit gelingt es nicht, sich für das neue Ziel zu entscheiden und darauf hinzuarbeiten. Oder aber zu sagen: „Nein, das mache ich nicht.“

Es ist vollkommen in Ordnung, sich gegen eine Veränderung zu entscheiden – das fällt für mich unter Selbstverantwortung. Fair enough. Nur Jammern ist dann nicht mehr drin. Dann ist die Entscheidung zugunsten der negativen Konsequenzen gefallen.

Was auf der persönlichen Ebene gilt, gilt auch für Sie auf der Unternehmensebene: Es ist wichtig, dass Sie sich die Zeit für die Zukunftsorientierung nehmen. Und genauso wichtig ist es, dass Sie danach den Mut haben, bewusst zu entscheiden: Für die Umsetzung, auch wenn es raus aus der Komfortzone führt, oder eben dagegen. Das ist der Drive, den Sie brauchen!

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Egal, ob aus dem Engadin, von Hawaii oder von einem anderen schönen Plätzchen dieser Welt: Markus Hotz schickt Ihnen Geschichten aus seinem Leben als Transformator, schenkt Ihnen Denkanstösse und versetzt Ihnen den manchmal nötigen Push in einer Zeit der Veränderung – ohne Jammern, dafür mit ansteckendem Tatendrang. Und weil sein Sport bei ihm eine hohe Priorität hat, auch sicherlich nicht zu oft.

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