Blog: Autorität zurückholen - Markus Hotz

Es ist an der Zeit, uns die Autorität zurückzuholen

Wenn Sie in die Welt hinausschauen, auf das politische Geschehen, auf die wirtschaftlichen Entwicklungen, auf das, was aus den Medien zu erfahren ist, was ist dann Ihr erster Impuls?

Ich glaube, wir neigen als Menschen dazu, uns in einem ersten Impuls äusseren Autoritäten anzuvertrauen, um mit diesem Blick in die Welt klarzukommen: Denn was wir dort sehen, das kann uns überfordern, das kann uns Angst machen, und eine solche Überforderung und Ängstlichkeit verstärken unsere allzu menschliche Neigung, uns lenken zu lassen und unsere eigene Macht an andere zu übertragen, damit diese dann die Dinge für uns richten und entscheiden.

Gerne möchte ich Ihnen vorschlagen, einen anderen Umgang mit Autorität zu etablieren.

Welchen Autoritäten meinen es gut mit uns?

Autorität – das ist Macht. Und mit der Macht ist das so eine Sache. 

Je überschaubarer und kleiner eine Organisation ist, zum Beispiel eine Familie, ein Unternehmen in der Größe „KMU“, je persönlicher der Kontakt ist, umso persönlicher und direkter ist die Vernetzung – und auch Macht und Autorität wirken direkter und persönlicher. Macht und Autorität sind in ihrer Wirkung viel besser zu beobachten.

Doch in grösseren Unternehmen, in grösseren Organisationen wie Staaten etwa, wirkt Macht indirekter. Dort geht es anonym zu. Dort geht es „politisch“ zu, weil diese Grösse Hierarchien fördert, Abhängigkeiten von oben nach unten, um der Grösse Herr zu werden. 

Und mein Eindruck (Wie sehen Sie das?) ist: Diese Grösse fördert den Missbrauch von Autorität und Macht. Nicht das Wohl aller Beteiligten steht mehr im Fokus, sondern das Eigenwohl. Mit der Macht und der Autorität ist das so eine Sache: Sie werden gerne zum Selbstzweck. Verabsolutieren sich. Und geschieht das, dann haben wir es mit Autoritäten zu tun, die es nicht mehr gut mit uns meinen. Dies erkennt man dadurch, dass Entscheidungen und Konsequenzen voneinander abgekoppelt sind. Dann wir es heikel.

Sie haben selbst die Autorität, um etwas zu verändern

Nicht gut meinende Autoritäten schüren zum Beispiel die Angst vor dem, was in der Welt geschieht: Der Fokus ist auf dem Schlechten, was erschreckend ausgemalt wird, um so ein Gefühl der Hilflosigkeit zu schüren. Wer in Angst und Schrecken versetzt wird, ist leichter manipulierbar. 

Autoritäten, die es nicht gut mit uns meinen, haben es darauf abgesehen, uns das Gefühl zu geben, das wir die Veränderungen, mit denen wir konfrontiert sind, nicht wirklich beeinflussen können. Wir sind ein Spielball der Wellen der Transformation.

Ein solcher Spielball möchte ich nicht sein. Und deswegen agiere ich in meinem privaten Netzwerk und auch im Businessumfeld mit dem Bewusstsein, dass ich Einfluss habe. Dass ich etwas verändern kann. Unternehmen, in denen ich mich engagiere, sind eben kein „Spielball der Wellen der Transformation“. Ich hole mir vom Aussen die Autorität zurück, indem ich das Innen stärke: Indem ich mir keine Angst machen lassen, die Zuversicht behalte, mir klar bin, was meine Werte, meine Wahlmöglichkeiten, meine Entscheidungsspielräume sind. Indem ich netzwerke und so in meinem Umfeld Verantwortung übernehme, indem ich selbst spreche – und meine Stimme nicht abgebe. Indem ich mir selbst vertraue, meiner eigenen Könnerschaft, meinen eigenen Möglichkeiten, meiner Macht, die Realität in Sinne meiner eigenen Wünsche und Werte zu beeinflussen.

Holen wir uns unsere, holen Sie sich Ihre Autorität zurück, dann glauben Sie an sich, und mit dieser Selbstermächtigung gestalten Sie Ihre Realität. Die Welt ist das, was wir wählen, was wir daraus machen. Es liegt in Ihrer Macht.

Ihr Markus Hotz

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Egal, ob aus dem Engadin, von Hawaii oder von einem anderen schönen Plätzchen dieser Welt: Markus Hotz schickt Ihnen Geschichten aus seinem Leben als Transformator, schenkt Ihnen Denkanstösse und versetzt Ihnen den manchmal nötigen Push in einer Zeit der Veränderung – ohne Jammern, dafür mit ansteckendem Tatendrang. Und weil sein Sport bei ihm eine hohe Priorität hat, auch sicherlich nicht zu oft.

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