Kopf in den Sternen oder Füsse auf dem Boden? Was ein Startup für Wachstum braucht – Markus Hotz

Kopf in den Sternen oder Füsse auf dem Boden? Was ein Startup für Wachstum braucht

Damit Sie eine aussergewöhnliches Startup entwickeln können – eines mit Potential auf grosses Wachstum –, brauchen Sie eine aussergewöhnlich gute Idee. Solche Ideen haben es so an sich, dass sie so aussergewöhnlich sind, dass sie ausser Ihnen noch keiner sieht. Sie müssen also zwangsweise ein wenig Visionär sein: Einer, der sieht, was in Zukunft sein kann. Einer, der den Kopf in den Sternen hat.
Das ist eine grossartige Eigenschaft. Sie wird jedoch potenziell zum Problem für Ihr Umfeld.

Wie genau geht Wachstum bei einem Startup?

In Ihrem Kopf ist die Idee nämlich schon fertig: Alles schon da. Der Weg dahin, die Umsetzung? Jetzt wird es so richtig spannend.
Jetzt versetzen Sie sich in die Menschen, denen Sie von Ihrer Idee erzählen. Diese müssen erst einmal verstehen, was Sie überhaupt meinen, denn für sie gibt es ja noch nichts zu sehen: Das steckt alles in Ihrem Kopf. Gelingt Ihnen schon dieser Schritt nicht, halten die Sie vielleicht für einen Spinner – und Sie die anderen für unglaublich kurzsichtig. Der Frust besteht auf beiden Seiten.
Wenn Sie Ihrem Umfeld aber immerhin eine Ahnung geben können, was Sie meinen, werden die Beteiligten Sie fragen: Und wie kommen wir da jetzt hin? Was heisst das konkret für den nächsten Schritt? Was soll ich tun? Hier braucht es eine Übersetzung vom Abstrakten in das Konkrete.
Natürlich gibt es Visionäre, die es schaffen, ihre Vision zu beschreiben und so für andere Menschen sichtbar zu machen. Und natürlich gibt es unter ihnen auch welche, die dann auch noch den Weg dahin konkret entwerfen können. Die den Kopf in den Sternen und gleichzeitig die Füsse auf dem Boden haben. Aber sie sind ungefähr so verbreitet wie die eierlegende Wollmilchsau.
Alle anderen Visionäre brauchen dafür Unterstützung, wenn sie ihre Idee wirklich umsetzen wollen. Sie brauchen Übersetzer und Umsetzer an ihrer Seite.

Do it like Google

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin sind gutes Beispiel dafür. Sie haben schon sehr früh erkannt, dass ihr Talent nicht in der Umsetzung liegt, und haben sich in Eric Schmidt einen erfahrenen Manager hereingeholt. Er hat ihre Visionen aufgenommen, für die Mitarbeiter verständlich gemacht und konkrete Handlungen daraus abgeleitet.
Gerade die Übersetzungsleistung, die so jemand liefert, wird oft unterschätzt. Es ist so, wie ein ehemaliger Worldcup-Langläufer mir sagte, als ich in diesem Winter eine Langlauflektion bei ihm absolvierte: „Auf dem Niveau, auf dem ich damals trainierte, sagte mir mein Trainer vielleicht so etwas wie ‚Du musst in diesem Moment den grossen Zeh zwei Prozent mehr belasten, dann hast du mehr Schub.‘ Jetzt bin ich schon ausgebildeter Lehrer, aber glaub’ mir: Ich musste erst lernen, wie ich das für meine Langlauf-Schüler in ihre „Sprache“ übersetzen, damit es ihnen etwas nützt.“ Wenn Sie nur von Ihrer eigenen Warte, von Ihrem eigenen Kenntnisstand aus berichten, kann Ihr Gegenüber Sie oft nicht verstehen. Die Kunst liegt darin, sich in den anderen hineinzuversetzen und ihn das wissen zu lassen, was er braucht. Doch zurück zur Frage aus der Überschrift …

Sowohl als auch

Denjenigen, der den Kopf in den Sternen hat, brauchen Sie also in Ihrem Startup – und genau genommen in jedem Unternehmen mit Wachstumsambitionen. Das ist der, der vorausschaut und das Ziel in der Zukunft identifiziert. Aber Sie brauchen auch Leute, die dieses Ziel für alle anderen übersetzen und die Erdung hineinbringen, damit diese wiederum die PS, die in Ihrer Idee stecken, auf die Strasse bringen.
Sie brauchen also beides. Und weil kaum ein Mensch beides gleichzeitig kann: Wie stellen Sie sicher, dass in Ihrer Firma beides passiert? Wer kann bei Ihnen übersetzen?

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Egal, ob aus dem Engadin, von Hawaii oder von einem anderen schönen Plätzchen dieser Welt: Markus Hotz schickt Ihnen Geschichten aus seinem Leben als Transformator, schenkt Ihnen Denkanstösse und versetzt Ihnen den manchmal nötigen Push in einer Zeit der Veränderung – ohne Jammern, dafür mit ansteckendem Tatendrang. Und weil sein Sport bei ihm eine hohe Priorität hat, auch sicherlich nicht zu oft.

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